Stoll Ambition Silver Oak

MaximiliART-Stoll Gitarre hessischer LandtagStoll Ambition Silver Oak – Sie ist meine aktuelle Gitarre seit ca. fünf Monaten und seit dem ersten Tag meine neue Liebe. Im Vergleich zu meiner alten Martin ist es wohl so, als würde man einen VW Polo mit einem Audi A8 vergleichen wollen, eine Paprika aus dem Aldi mit einer vom Biomarkt, oder ein Badesee mit dem Meer. Deshalb versuche ich es gar nicht erst, sondern gehe möglichst objektiv an die Sache ran.
Die Ambition Silver Oak besteht aus, wie der Name schon sagt, Indischer Silber Eiche. Der Hals ist aus Cedro und das Griffbrett aus Ebenholz.
Da ich jedoch kein großer Holz- und Gitarrenbau Experte bin (und wohl auch nie werde), konzentriere ich mich auf die Punkte, die ich bewerten kann.

Optik: Die Stoll Ambition Silver Oak kommt mit einer wunderschönen Maserung daher. Das helle gelb der Indischen Silber Eiche mit der leicht rötlichen Färbung ergibt eine sehr interessante und passende Kombination. Sonst ist sie eher unauffällig. Sie besitzt keine großen Verzierungen, aufwendige Verschnörkelungen oder sonstige Besonderheiten. Eher schlicht, so wie ich es mag. Insgesamt ergibt sich eine optisch sehr ansprechende Gitarre.

Optik: 4/5 Punkten

Spielgefühl: Das hervorragende Spielgefühl ist der Hauptgrund warum ich so stol(l)z auf Sie bin. Ich habe lange Zeit Gitarren namhafter Firmen gespielt, welche mir jedoch nie ein zufriedenstellendes Handling liefern konnte. Die Ambition kann mir das alles und noch viel mehr bieten. Sie tendiert schon in Richtung einer E-Gitarre von der Bespielbarkeit. Der Hals, nach spanischer Bauweise gebaut, liegt super in der Hand und die Saitenlage ist relativ flach. So ist ein „tappen“ der Saite auch in hohen Bünden möglich. Aber nicht nur für Laptapping eignet sie sich besonders, sondern auch für jede andere erdenkliche Spielweise. Auch kann man problemlos auf ihr solieren. Gerade für Leute, die viel E-Gitarre spielen, dürfte Sie wohl sehr angenehm in der Hand liegen.

Spielgefühl: 5/5 Punkten

Sound: Der Klang der Ambition ist sehr offen und detailliert. Sie bietet auf Grund der Hölzer ein sehr breites Klangspektrum. Dieses eignet sich perfekt für Laptapping. Allerdings ist sie natürlich keine Allzweckwaffe. Für Blues oder anderes, kann sie in meinen Ohren nicht ganz ihre Stärken ausspielen, aber das muss sie auch nicht. Ihr natürlicher Klang ermöglicht eine genaue Umsetzung dessen, was man auf ihr spielt.
Zur Zeit habe ich drei verschiedene Tonabnehmersysteme eingebaut. Zum einen ist das ein McLoud Piezo, welcher einen wunderbar ausgewogenen Klang liefert. Ich war selbst davon überrascht wie schön so ein Piezo doch klingen kann. Sogar verzerrt (Akustik Gitarre!!) kann ich mit dem Sound leben, was sonst bei Piezos eher selten der Fall ist. Jedoch fehlt ihm jegliche Abnahme der Körper Geräusche. Deswegen habe ich noch einen Schatten Transducer. Dieser hängt unter der Decke schräg hinter dem Sattel. Er liefert mir die perkussiven Schläge auf den Korpus. Da es sich hier um einen Transducer handelt, besticht er durch sehr viel Attack (man kann ihn sogar an ein E-Drum Modul hängen, was für sehr viel Spaß sorgen kann, aber Live leider eher untauglich in meinen Augen ist). Als letztes im Bunde ist der LR Baggs Lyrik verbaut. Dieses Grenzflächenmikrofon gibt der Perkussion einen Bassdrum ähnlichen Sound. So entsteht mit dem Transducer zusammen mein Perkussions Sound. Alle drei zusammen ergeben dann wiederum meinen Gesamt Sound. Dabei steht jedoch der McLoud stets im Vordergrund. Dieser ganze Technik Wirrwarr ist zwar etwas kompliziert aber lohnt sich für mich. Auf diese Weise kann ich mit der Ambition zusammen wunderbar einen Eigenen Sound schaffen und so ihre Stärken vollends ausspielen. Für mich ist sie das Instrument erster Wahl und ich bin froh sie zu besitzen. Ich kann sie, selbst nach mittlerweile 5 Monaten nur wärmstens weiter empfehlen!

Sound: 5/5 Punkten

Insgesamteindruck: 14/15 Punkten

Zu Hersteller Seite: Stoll Ambition Silver Oak